Blogger will Web-Experten und Politiker an einen Tisch bringen
von Matthias
Der von mir in Web-Dingen sehr geschätzte Blogger Johnny Haeusler von Spreeblick möchte Experten in einzelnen technischen, netzpolitischen, kriminalistischen und politischen Bereichen an einen Tisch bringen. Warum und wie er sich das Ganze vorstellt, beschreibt er recht eindrucksvoll in seinem Artikel Einladung zum Gespräch: Kinderpornografie, Internetsperren und die Rolle des Staates in einer demokratischen digitalen Gesellschaft.
Auch wenn Johnny Haeusler von sich aus schon ein gutes und sicher besseres Standing als ich hat, so möchte ich an dieser Stelle trotzdem doch mal zu Ausdruck bringen, dass ich sein Ansinnen voll und ganz unterstütze. Dieses Gespräch zwischen Web-Experten und Politik ist absolut notwendig, denn es kann nicht sein, dass unsere Politiker immer noch Politik mit Ansichten aus der Industriegesellschaft machen, auch wenn wir mit großen Schritten in das Informationszeitalter reinstapfen.
Wähler-generierter Wahlkampf – ein Videobeitrag vom Elektrischen Reporter
von Matthias
Elektrischer Reporter – Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf
Der Elektrischen Reporter Mario Sixtus beschäftigt sich mit dem Thema Wahlkampf im Web und hier vor allem mit einer Analyse des Wahlkampfs von Obama. Der erste vernetzte und weniger hierarchische Wahlkampf.
Attac zeigt die Zeit, wie sie sie gerne sehen würde
von Matthias
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat schon mal die Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit vom 1. Mai 2010 vorproduzieren lassen und dazu auch die entsprechende Website online gestellt.
Laut dem Upload-Magazin wurde die Print-Ausgabe der Attac-Zeit heute schon öffentlich verteilt und liegt am Montag (23. März) der taz bei. Zudem kann man sich die einzelnen Seiten als PDF auf die-zeit.net runterladen.
Insgesamt eine gelungene Aktion, wie ich finde. Ich hoffe mal, dass die richtige Die Zeit das Ganze eher als Promotion auch für ihre Zeitung ansieht und ein Auge zudrückt, statt jetzt die Anwälte auf die Jagd zu schicken.
Auch inhaltlich gefällt mir die Alternativ-Zeit, denn sie prangert zentrale Probleme wie etwas die Klimazerstörung, den Lobbyismus und die Gen-Lügen der Lebensmittelindustrie auf eine kreative Art und Weise an.
Ich werde mir in jedem Fall am Montag mal wieder die taz kaufen.
wahl.de: Politiker-Aktivitäten im Web
von Matthias
Auf wahl.de werden gemessene und wahrgenommene Aktivitäten von Politikern und Politikerinnen im Web in Form von Charts und Diagrammen dargestellt.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Anbieter dieser Website von einer Profilierungssucht dieser Berufsgruppe ausgehen und damit auch noch mal einen zusätzlichen Anreiz liefern wollen, damit mehr Politiker und Politikerinnen im Web aktiv werden. Aber vielleicht können auch einige diese Website al Monitoring-Tool benutzen, um so herauszufinden, wie ihre Aktivitäten im Web ankommen.
Lesetipp: “Warum Spiegel verlogen argumentiert”
von Matthias
Claudia Sommer zum Thema Urheberrecht im Web und der diesbezüglichen Sichtweise des Spiegels: “Warum Spiegel verlogen argumentiert”
Die Grundeinkommenspetition und die Rolle des Social Webs
von Matthias

Wie in den letzten Tagen überall zu lesen, zu hören und zu sehen war, hat die Greifswalder Tagesmutter Susanne Wiest über die Online-Petitionswebsite des Deutschen Bundestags ihr gutes Recht als Staatsbürgerin wahr genommen und eine Petition zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens eingereicht.
Das Ergebnis ist mit 52.976 Mitzeichnenden mehr als überwältigend. Vor allem wenn mensch bedenkt, dass die durchschnittliche Petition ca. 300 Mitzeichnende hat. Wie konnte es dazu kommen? Es scheint so, dass das Web dabei eine nicht unbedeutende Rolle spielte. So schreibt Welt Online dazu:
Die Geschichte der Petition ist ein Lehrstück darüber, wie sich Formen direkter Demokratie im Multimedia-Zeitalter durchsetzen können und wie mit Hilfe des Internets aus einem privaten Ansinnen eine kleine Bürgerbewegung werden kann.
… und weiter:
Ende Januar sprach Wiest auf einem Kongress in Hannover über ihre Idee. Die Rede landete als Film auf Youtube, wurde fast 12.000 Mal geklickt. Im späteren Verlauf hat sich der Hinweis auf die Petition rasant über das soziale Netzwerk von „Twitter“ verbreitet. „Ich bin wirklich keine Internetaktivistin“, sagt Susanne Wiest. „Es ist einfach etwas ins Rollen geraten.“
Inzwischen ist Wiests Rede sogar schon über 17.000 Mal auf Youtube angesehen worden … auch ein respektabler Wert. Aber auch der Verweis auf die diesbezüglich wichtige Rolle von Twitter ist meiner Ansicht nach völlig richtig. So wurde auch ich auf diese Petition via Twitter aufmerksam und habe in der Folge stetig mitbekommen, dass immer wieder auf die Petition hingewiesen und die MitzeichnerInnen-Anzahl stetig durchgegeben wurde.
Wieder mal ein Beweis, dass ein solcher Vernetzungsdienst, der wie Twitter oftmals als die Spitze der Belanglosigkeit verschrien wird, durchaus eine gesellschaftspolitische Relevanz haben kann. Natürlich liest mensch auf Twitter viel für ihn oder sie belangloses, aber eben nicht nur! Aber damit spiegelt Twitter schlichtweg die Realität des sozialen Wesen Mensch wieder.
Auch wenn mein Tag offiziell blockweise in Arbeits- und Freizeit eingeteilt wird, ist dies nur eine bestimmte Art wie versucht wird, die monatlichen Zahlungen vom Arbeitgeber zu rechtfertigen. In Wahrheit gibt es keine wirkliche Trennung zwischen Arbeits- und Freizeit. Es gibt nur eine Trennung zwischen der Zeit, die ich am Arbeitsplatz verbringe und der, die ich nicht dort verbringe. Oft mache ich aber am Arbeitsplatz private Dinge und in der so genannten Freizeit berufliches. Und ähnlich heterogen wie die Arbeits- und Freizeitsache ist auch Twitter. Dort kann ich jederzeit auf etwas für mich belangloses Treffen. Aber es kann sich dort auch um solche Themen wie etwa das bedingungslose Grundeinkommen drehen. Und erfahrungsgemäß ist die Grenze zwischen belanglos und nicht belanglos eine sehr schwammige und in jedem Fall auch subjektive.
Dass aber gerade viele Nutzer und Nutzerinnen von Twitter so auf das Thema Online-Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen angesprungen sind, wundert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Twitter ist wie auch Blogs oder Soziale Netzwerke ein Bestandteil des Social Webs. In dem Begriff stecken zwei sehr zentrale Worte drin: “Sozial” und “Netz”, und darum geht es doch auch in einem bedingungslosen Grundeinkommen: Das soziale Netzwerk eines Staates.
Der Bundestag twittert
von Matthias
Der Wirtschaftsblog digital:next vermeldet, dass laut eine Untersuchung der Nielsen Media Research gut 10% der Bundestagsabgeordneten einen Account beim Mircobloggingdienst Twitter besitzen.
Die reine Anzahl ist gar nicht mal so gering, wie ich finde. Doch die bloße Statistik ist auch in diesem Fall mal wieder wenig aussagekräftig. Wenn ein Politiker oder eine Politikerin Twitter jedoch wirklich nutzt, dann bin ich beeindruckt. Aber das werden wohl die wenigsten tun. Ich lass mich da aber gerne vom Gegenteil überzeugen …
neues: Deutschland und die Politik im sozialen Web
von Matthias
Die 3sat-Sendung neues hat im Januar mal die deutsche Politik und ihre Aktivitäten im Web und hier vor allem im sozialen Web unter die Lupe genommen.
Ernst Häuser – Ein Hesse entdeckt das Web – Podcast #1
von Ernst Häuser
Nun ist es endlich soweit. Die erste Folge des Podcasts “Ernst Häuser – Ein Hesse entdeckt das Web” ist fertig. Ist alles noch etwas lofi und rudimentär produziert, aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
Heute: Ministerpöstchen – Dauer. 5:08 min
Danksagung von zu Guttenberg
von Matthias
Viele werden sich vielleicht noch daran Erinnern, wie schnell die Website whitehouse.gov nach der Amtsübernahme von Barack Obama komplett relauncht ins Netz gestellt wurde – quasi sofort. Nun muss der webaffine US-Präsident, wenn es um seine Aktivitäten im Web geht, sicher kein Maßstab für alle unsere Politiker sein. Aber als ich heute auf die Website von unserem neuen Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gegangen war, hab ich mich schon sehr gewundert, als ich folgendes lass:
Liebe Besucherin, lieber Besucher meiner Homepage,
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Parteifreunde,
herzlichen Dank für die zahlreichen Glückwünsche zu meiner Ernennung zum Generalsekretär der CSU. Ich bin dankbar, dass ich als neuer CSU-Generalsekretär an dieser Aufgabe an verantwortlicher Stelle mitarbeiten kann. Der Herausforderungen dieses Amtes bin ich mir bewusst und nehme sie gerne an.
…
Sorry, nennt mich ruhig kleinlich, aber genau darin spiegelt sich doch auch ein Stück weit die Medienkompetenz vieler unserer PolitikerInnen wieder. Ich meine, dieser Mann ist noch nicht mal 40 Jahre alt und hat mit großer Sicherheit einige Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen im Rücken. Da erwartet ich, dass da nicht ein Text von vor gut 4 Monaten steht, wenn dieser Mann in der Zwischenzeit sicher einiges erlebt hat.
KoWa – Kommune Waltershausen




